Der Aufschwung wird kräftig…

...wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Impf-Offensive und Comeback-Plan spielen dabei Schlüsselrollen.

Österreichs Produktionssektor und Kreditwirtschaft haben entscheidenden Anteil daran, dass der Wirtschaftsmotor in Österreich trotz Pandemie am Laufen geblieben ist. Und ebenso ist die Industrie jetzt startklar für einen Aufschwung, von dem ganz Österreich profitieren wird. Wie kräftig dieser Aufschwung ausfallen wird, hängt entscheidend auch von den Rahmenbedingungen dafür ab. Die drei wichtigsten Weichenstellungen:

  • Die Impfung ist in jeder Hinsicht ein game changer – gerade auch für die wirtschaftliche Gesundheit unseres Landes. Nach der Versorgung der Hochrisiko-Gruppen mit Vakzinen muss es auch eine Priorität für Schlüsselkräfte der Industrie geben – etwa für jene, die im Ausland österreichische Produkte verkaufen oder Anlagen errichten. Tatsache ist: Viele Konkurrenten aus anderen Staaten können ihre Beschäftigten bereits zu Kunden in wichtige Märkte entsenden, weil diese Länder mit ihrer Impfstrategie bereits weiter sind. Geimpfte Schlüsselkräfte sind ein wichtiger Standortfaktor, den wir uns rasch sichern müssen.
  • Die Standortattraktivität für Investitionen, die den Aufschwung stärken, muss durch ein entsprechendes Standortpaket verbessert werden. Die von der Industrie empfohlene Investitionsprämie ist ein gutes Beispiel für Maßnahmen, die auf dieses Ziel einzahlen. Denn klar ist: Nur, wo investiert wird, können Zukunft und Beschäftigung wachsen. Auch die Stärkung des Eigenkapitals von Betrieben ist jetzt ein wichtiges Thema für krisenfestes Wachstum und Aufschwung. Dass die Bundesregierung in ihrem Comeback-Plan die Standortstärkung zum Schwerpunkt erklärt hat, ist ein wichtiges Signal. Jetzt geht es darum, diesen Plan mit Leben und entsprechenden Maßnahmen zu füllen – und konzertiert umzusetzen.
  • Eine kluge Politik für Aufschwung und Beschäftigung ist auch im Kontext der Klimaschutzziele unverzichtbar. Unseren Betrieben noch schärfere Umweltziele aufzubürden ist der Weg in die wirtschaftliche und ökologische Sackgasse: Die Absiedelung von Betrieben an Standorte mit niedrigeren Standards gefährdet Aufschwung, Jobs und Umwelt. Wir brauchen daher wirksame Unterstützung für die Transformation (siehe Titelgeschichte), gerade mit Blick auf Forschung und Übergangslösungen.

Das Licht am Ende des ökonomischen Krisen-Tunnels ist ein starker, erfolgreicher Industriestandort Österreich. Er braucht jetzt die besten Rahmenbedingungen, damit der Aufschwung so kräftig, rasch und nachhaltig wie möglich ausfallen kann. 

Ihr Christoph Neumayer, IV-Generalsekretär