Springer: Woher die Fachkräfte kommen

Die IV-Kärnten unterstützt engagierte Pädagoginnen und Pädagogen bei MINT.

Die Klausuren des IV-Kärnten-Präsidiums und -Vorstandes haben es erneut gezeigt. Der Fachkräftenachwuchs bereitet den Unternehmen die größte Sorge. So schlimm wie in der langsam auslaufenden Pandemie war das Problem noch nie. Wir sind eine alternde Gesellschaft, und umso wichtiger wird es daher sein, junge Menschen für jene vor allem technischen Berufe zu begeistern, die auch nach dem aktuellen digitalen Strukturwandel gefragt sein werden.

Daran arbeitet die Industriellenvereinigung auch in Kärnten seit Jahren intensiv. Vor allem seit uns die Bildungsexperten schlüssig erklärt haben, dass die Begeisterung für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sehr früh geweckt wird. Kindergärten und Schulen sind da ganz wichtige Verbündete. Was lag also näher, als engagierte Pädagoginnen und Pädagogen einmal vor den Vorhang zu holen und ihre wichtige Arbeit zu würdigen?

Im Artikel nebenan lesen Sie über ihr erstes Vernetzungstreffen und wie breit die Bewegung inzwischen ist, wie viele auch Kärntner Kindergärten und Schulen sich an der von der IV massiv unterstützten österreichweiten Aktion „MINT-Gütesiegel“ beteiligen. Noch mehr freuen wir uns aber über die von Junger Industrie Kärnten, Raiffeisen Landesbank und IBB (Institut für Bildung und Beratung) vor fünf Jahren entwickelte und ausgerollte Aktion der Forscherkindergärten. Schon über 40 Kindergärten im ganzen Land praktizieren das erfolgreiche Modell, das mittlerweile auch im Burgenland Fuß gefasst hat. Das ist ein mühsamer Weg, der erst viele Jahre später Ergebnisse bringt – ein bisschen so, wie wir das aus der Forstwirtschaft kennen, die heute jene Bäume setzt, die die nächsten Generationen dann ernten werden.

Bildung ist das langfristige Geschäft mit der allerwichtigsten Ressource, die wir haben. Dass wir hier noch viel zu viel dem Zufall überlassen und uns von überkommenen Vorstellungen leiten lassen, wird sich hoffentlich bald ändern: wenn einmal die Pandemie zu Ende ist und die Bildungseinrichtungen wieder aus dem Krisenmodus kommen.