MINT-Netzwerk für Kärntens Zukunft

In Kärnten engagieren sich immer mehr Kindergärten und Schulen beim Thema MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). IV und Raiffeisen Landesbank Kärnten (RLB Kärnten) holten sie am 29. Oktober vor den Vorhang

In einem bunten Programmablauf am 29. Oktober im Klagenfurter Lakesidepark gewährten zuerst Kindergärten und Schulen Einblick, wie sie MINT-Fächer für ihre Schützlinge spannend machen. Danach kam Daniela Wrumnig, eine Pionierin der MINT-Vermittlung an Kärntner Kindergärten, zu Wort. In einer Runde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Bildungswesen (Bildungsdirektorin Isabella Penz, SP-Kärnten-Bildungssprecher Stefan Sandrieser, IV-Kärnten-Geschäftsführerin Claudia Mischensky, Junge Industrie Kärnten-Vorsitzender Edgar Jermendy, RLB Kärnten Vorstandssprecher Peter Gauper) diskutierte man über den Zusammenhang zwischen Qualifikation und Erfordernissen eines zukünftigen Arbeitsmarkts. Schließlich wurden die wieder erfolgreichen MINT-Gütesiegel-Bewerber aus Kärntner Bildungseinrichtungen ausgezeichnet.

Industrie sagt Danke

Claudia Mischensky, Vizegeneralsekretärin der Industriellenvereinigung auf Bundesebene und Geschäftsführerin der IV-Kärnten, betonte, wie wichtig die MINT-Ausbildung auf allen Ebenen sei. Auf Bundesebene unterstütze die IV gemeinsam mit dem Bildungsministerium (BMBWF), Wissensfabrik Österreich und Pädagogischer Hochschule Wien das MINT-Gütesiegel. Es zeichnet Bildungseinrichtungen aus, die innovatives und begeisterndes Lernen fördern. Das geht von der Didaktik und Berufsinformation über die räumliche Ausstattung bis zur professionellen Vernetzung der Pädagogen und zu den langfristigen Zielen. Das Gütesiegel gilt für drei Jahre und kann immer wieder erneuert werden. Mischensky freute sich, dass auch heuer wieder neun Kärntner Bildungseinrichtungen ausgezeichnet wurden. Es sei der IV-Kärnten jedenfalls ein Anliegen gewesen, die vielen engagierten Pädagogen einzuladen und miteinander zu vernetzen: „Die Industrie sagt Danke! Sie alle gestalten die Zukunft des Standorts Kärnten mit und sorgen dafür, dass wir auch in Zukunft heimische Fachkräfte sowie Forscherinnen und Forscher in Betrieben und Forschungseinrichtungen haben werden.“

Raiffeisen: Sumsi forscht mit

Weil sich alle Experten darin einig sind, dass die Begeisterung für die MINT-Fächer früh geweckt werden müsse, hat die Junge Industrie Kärnten gemeinsam mit der RLB Kärnten vor fünf Jahren unter dem Motto „Sumsi forscht mit“ eine Initiative für Forscherkindergärten ins Leben gerufen und in Kooperation mit dem IBB (Institut für Bildung und Beratung) ausgerollt. Bisher sind bereits über 40 Kärntner Kindergärten mit dabei und haben „Forscherboxen“ mit kindergerechten Experimentiersets erhalten sowie entsprechende IBB-Seminare absolviert. Peter Gauper, Vorstandssprecher der RLB Kärnten, freut sich über den großen Erfolg und möchte das Konzept über Kärnten hinaus verbreiten. „Auch im Burgenland hat diese außergewöhnliche Aktion schon Fuß gefasst. Für Raiffeisen stehen das Füreinander, die Nachhaltigkeit und die Kompetenz im Mittelpunkt. Die Kinder sind unsere Zukunft, und Bildung startet im Kindergarten.“ Unter den MINT-Kompetenzen streicht Gauper vor allem die Digitalisierung hervor. Früh geweckte Technikaffinität sei hier der Schlüssel zum Erfolg.

Dem schloss sich auch Edgar Jermendy, Vorsitzender der Jungen Industrie Kärnten, an. Der Kärntner Jungen Industrie sei es gelungen, überall im Land Forscherkindergärten zu etablieren. Die Früchte der Aktion werde man sicher später am Fachkräftemarkt ernten.

Abschließend wurden die Vertreter von Kärntner Forscherkindergärten von Moderatorin Ute Pichler auf die Bühne gebeten. Peter Gauper, Claudia Mischensky und IVKärnten-Bildungsexperte Wolfgang Pucher würdigten die Kindergärten mit Urkunden.