Junge Industrie - Betriebsbesuch bei Geislinger GmbH

JI Betriebsbesuch Geislinger

Bericht zum Betriebsbesuch

Hohe Fertigungskompetenz

Geislinger, Produzent von u.a. gigantischen Vibrationsdämpfern für Ozeanriesen, surft auf der Erfolgswelle.

Anfang November besuchte die Junge Industrie das Werk der Geislinger GmbH in Bad St. Leonhard. Dämpfer und Kupplungen, bzw. die Komponenten dazu, werden hier hergestellt. Aufregend sind dabei besonders die Dimensionen der Metallteile, denn die kreisrunden Schwingungsdämpfer können einen Durchmesser von bis zu vier Metern erreichen und fast 40 Tonnen wiegen. Das waren nur einige der spannenden Details, die Werksleiter Josef Tinzl den Besuchern der JI erklärte.

Salzburger Konstrukteure – Kärntner Fertigungskompetenz

Ein weltweit erfolgreich tätiges Familienunternehmen hat seinen Produktionshauptstandort in Kärnten. Das mutet im ersten Augenblick überraschend an, doch die Geschichte der Unternehmensentstehung macht klar, warum. Als die geschickten Konstrukteure der Familie Geislinger in den 60er Jahren nach einem Standort für ein Produktionswerk und neben verfügbaren Arbeitskräften attraktive Ansiedelungsangebote suchten, fiel die Entscheidung für Bad St. Leonhard in Kärnten. Seitdem begleitet das Werk die Unternehmensgruppe in der Expansion und dem stetigen Aufstieg zur Weltmarktführung. Waren in Kärnten vor 15 Jahren noch rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, sind es heute bereits knapp 600. Allein in den letzten zwölf Monaten wurden in Bad St. Leonhard 100 neue Beschäftigte eingestellt.

Gefragt sind vor allem Zerspanungs- bzw. Metalltechniker, die in der Region Mangelware sind. Also bildet Geislinger seine Facharbeiter auch selbst aus. In der eigenen Lehrlingsecke werden rund 50 Lehrlinge qualifiziert. Und diese braucht das Unternehmen auch dringend, denn schon wieder sind Erweiterungsinvestitionen geplant. In Kürze wird der Standort massiv um einen hochmodernen Logistikbereich und eine neue Fertigungshalle für die Verbundstoffbearbeitung erweitert.

Am Salzburger Stammsitz in Hallwang ist die Geschäftsführung unter den beiden Enkeln des Firmengründers Leonhard Geislinger beheimatet. Matthias und Cornelius Geislinger steuern von hier aus die weltweiten Geschäfte und die Werke in China, USA, Japan und Süd Korea. Außerdem sitzen die Abteilungen Konstruktion, Entwicklung, Innovation und Teile der Endmontage in Salzburg. Am Kärntner Standort werden die Komponenten, großteils aus Stahl, gefertigt. Wer Metallbearbeitung in wirklich großen Dimensionen sehen will, muss in Bad St. Leonhard einen Blick ins Werk werfen. Da werden aus Rohlingen Stahlkomponenten aus einem Stück mit vier und mehr Metern Durchmesser bearbeitet. Das ganze Fertigungsmanagement ist dabei papierlos voll digitalisiert.

Produkte für Containerschiffe und Wassersportler

Haupteinsatzgebiete der drehelastischen Kupplungen, Schwingungsdämpfer und Wellen sind großen Schiffsantriebe, Großgeräte im Bergbau sowie Aggregate in der Energieproduktion und in der industriellen Anwendung für diverse große Motoren. Als Zukunftsfeld wird die Energieerzeugung durch Windkraftanlagen, und hier besonders bei Off-Shore-Turbinen, gesehen. Neben der Verarbeitung des Werkstoffs Stahl hat Geislinger auch hohe Kompetenz im Verarbeiten von Verbundwerkstoffen. Daraus hat sich auch das neueste Produkt aus dem Hause Geislinger entwickelt – Levitaz Kitefoils, ein besonderes Kiteboard zum Gleiten im Wasser, das der Besucher beim Blick auf das übrige Produktportfolio hier nie vermuten würde.

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Kontakt

Edeltraud Duller

Assistentin, Industriellenvereinigung Kärnten

T +43 463 56615 14
edeltraud.duller@iv.at

Event

Junge Industrie - Betriebsbesuch bei Geislinger GmbH

07.11.2018 - 07.11.2018
15:30 - 18:00 Uhr

Ort

Geislinger GmbH, Industriestraße 188, 9462 Bad St. Leonhard


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