Konjunkturumfrage

Industrie investiert in Standort Kärnten

 

Mehr als ein Drittel der Kärntner Industrieunternehmen planen, neue Mitarbeiter einzustellen. Höhepunkt der Konjunktur ist eindeutig überschritten.

„Trotz sich weiter abschwächender Konjunktur wollen weiter mehr als ein Drittel der Kärntner Industriebetriebe neue Mitarbeiter einstellen“, hebt IV-Kärnten-Präsident Timo Springer das markanteste Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage (1. Quartal 2019) hervor. Er sieht darin großes Vertrauen in den Standort und seine Entwicklungsmöglichkeiten. Limitierender Faktor sei hier aber nach wie vor der etwa durch die Digitalisierung noch verschärfte Fachkräftemangel. Die IV gehe sogar davon aus, dass ähnliche Steigerungsraten wie in den letzten Quartalen schon allein deshalb weiterhin nicht möglich gewesen wären.

Die übrigen Konjunkturindikatoren beginnen sich laut Springer immer mehr von „steigend“ in Richtung „gleichbleibend“ zu verschieben. Negativmeldungen blieben jedenfalls immer noch die Seltenheit. Auf mittlere Sicht bleiben von den 41 Prozent, die derzeit eine sich verbessernde Geschäftslage melden, in 6 Monaten nur noch 5 Prozent übrig. Negative Einschätzungen steigen aber auch nur marginal von derzeit 1 Prozent auf dann 4 Prozent an. Alles in allem geht Springer also von einer sich normalisierenden Konjunkturentwicklung aus. Voraussetzung sei jedoch eine weitgehend konstante geopolitische Entwicklung. Auch Kärnten sei massiv vom Export abhängig und könne sich daher etwa bei Handelseinschränkungen nicht von der internationalen Wirtschaft abkoppeln.

 

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Gilbert Waldner

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