Arbeit, Soziales & Gesundheit

Moderne Arbeitswelten sind das Produkt industrieller, gesellschaftlicher und technologischer Entwicklung – mit Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Gesundheits- und Pensionssystem. Die daraus entstehenden Chancen und Herausforderungen für Menschen und Unternehmen bearbeitet der Bereich Arbeit & Soziales.

Arbeitsmarkt

Bis vor kurzem war Österreich noch das Land mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in der Europäischen Union, mittlerweile ist Österreich mit einer anhaltend schwierigen Arbeitsmarktlage konfrontiert. Zur Attraktivierung des Arbeitsstandortes Österreich braucht es eine konsequente Arbeitsmarktpolitik, die positive Beschäftigungsanreize schafft, betriebsnahe Qualifizierung fördert sowie überregionale Mobilität erhöht. Notwendig sind insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Positive Beschäftigungsanreize setzen
  • Passgenaue, überregionale Vermittlung verstärken und Unternehmensservice verbessern
  • Beschäftigungsfördernde Instrumente ausbauen und betriebsnahe Qualifizierung forcieren
  • Unternehmen bei der Beschäftigung von älteren Menschen unterstützen (Initiative Arbeit & Alter)
  • Beratung und Sensibilisierung bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erhöhen (Initiative Arbeit und Behinderung)

 

Arbeitsrecht

Arbeitszeit

Die wichtigsten Informationen zur Arbeitszeitflexibilisierung auf einen Blick - ​​​​​​​www.iv.at/arbeitszeit 

Zum Download:

 

Ausländerbeschäftigung

Die Abdeckung des spezifischen Bedarfs an Fachkräften in den österreichischen Unternehmen ist für die Wettbewerbsfähigkeit des Technologie- und Industrielandes Österreich von zentraler Bedeutung. Der Wettbewerb von Unternehmen um gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigt. Daher müssen Politik und Wirtschaft verstärkte Anstrengungen erbringen, um Österreich als Zielort gerade auch für internationale Talente in einem globalisierten, einem starken Wandel unterworfenen Umfeld positionieren zu können. Von zentraler Bedeutung ist etwa die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte.

Lohnnebenkosten

Die gegenwärtige Struktur des österreichischen Steuer- und Abgabensystems belastet den Faktor Arbeit überdurchschnittlich hoch. Das wirkt wachstumshemmend und setzt falsche Anreize für die aktive Teilnahme am Wertschöpfungsprozess. Die Summe aus Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträgen und sonstigen lohnabhängigen Abgaben der Dienstgeber UND Dienstnehmer („Arbeitszusatzkosten“) machte in Österreich im Jahr 2016 47,1 Prozent der gesamten Lohnkosten aus („Abgabenkeil“ = „tax wedge“). Im OECD-Durchschnitt liegt dieser Wert bei 36,0 Prozent. Das bedeutet, dass in Österreich fast die Hälfte der Kosten, die im Unternehmen für die Beschäftigung eines durchschnittlichen Arbeitnehmers bzw. einer durchschnittlichen Arbeitnehmerin anfallen, an Fiskus und Sozialversicherung geht. Nur 52,9 Prozent der Lohnkosten kommen direkt bei den Arbeitnehmern an. Österreich leidet damit auch im internationalen Vergleich unter besonders hohen Arbeitszusatzkosten.

Den größten Anteil des Abgabenkeils machen die Sozialversicherungsbeiträge der Dienstgeber aus. Es gilt, die Potenziale zur Senkung der Lohnnebenkosten unter den Gesichtspunkten der Effizienz und Kostenwahrheit zu realisieren.

Pensionen / Soziales

Sozialversicherung / Gesundheit

IV-IconPOSITIONEN

Das Magazin der Industrie.
Hier lesen Sie die aktuelle Ausgabe.

Neueste Ausgabe lesen

IV-IconPOSITIONEN

Das Magazin der Industrie.
Hier lesen Sie die aktuelle Ausgabe.

Neueste Ausgabe lesen
iv-positionen Bild