IV und WK Kärnten unterstützen junge Spitzenforscher

Je 10.000 Euro erhalten sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der sechsten Auflage des Programms von Exzellenz-Auslandsstipendien. Die Qualität der Einreichungen steigt von Jahr zu Jahr.

Bildunterschrift (vlnr): WK-Kärnten-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner, Julia Woitischek, Matthias Mitterbacher, Rektor Oliver Vitouch, Thomas Dorfer, IV-Kärnten-Präsident Christoph Kulterer, Daniel Neuhold, LH Peter Kaiser, Christian Truden, IV-Vizepräsident Oliver Zlamal, WK-Kärnten-Vizepräsident Otmar Petschnig

Sie werden mit ihren Forschungen vielleicht schon bald dafür sorgen, dass neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer viel früher erkannt werden, oder bewirken, dass Flugzeuge gewaltig an Gewicht verlieren, weil Kabelnetze durch kabellose Ultra-Breitband-Sensornetze ersetzt werden. So zwei der spannenden Projekte, denen sich Thomas Dorfer aus Himmelberg an der Uni in Edinburgh und Daniel Neuhold aus Klagenfurt an der University of Southern California (USC) widmen werden.

Juryvorsitzender und Vizepräsident der IV Kärnten Oliver Zlamal zeigte sich am 29. März bei der Verleihung der heuer sechs Exzellenz-Auslandsstipendien von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer Kärnten im Stiftungssaal der Uni Klagenfurt begeistert: die Qualität der Einreichungen steigt von Jahr zu Jahr: „Harvard, Oxford oder MIT sind schon Standard.“ Rektor Oliver Vitouch strahlte. Heuer haben es zwei Studierende der Alpen-Adria-Uni unter die Stipendiaten geschafft. Der eine ist der erwähnte Daniel Neuhold, der in der Forschungsgruppe von Univ.-Prof. Christian Bettstetter arbeitet, der andere ist der Mathematiker Christian Truden, der sich am University College London mit hoch komplexen Routenoptimierungen von Fahrzeugflotten bei der Zustellung von Lebensmitteln oder Möbeln beschäftigen wird. Damit ist die Uni Klagenfurt heuer die stärkste Herkunftsuni der Stipendiaten. Ja, sie werde unterschätzt, meinte Rektor Vitouch, auf die Frage von Moderatorin Birgit Rumpf-Pukelsheim (ORF Kärnten). Die ausgezeichneten Erfolge etwa in den MIT-Fächern (Mathematik, Informatik, Technik) würden aber inzwischen honoriert.

Einzigartiges Programm

Christoph Kulterer, Präsident der IV Kärnten unterstrich die Bedeutung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) für die Industrie. Alle Studien würden zeigen, dass gerade hier der größte Bedarf bestehe. Deshalb engagiere sich die IV Kärnten auch auf allen Bildungsebenen für deren Förderung: vom Projekt Forscherkindergarten, das Junge Industrie und Raiffeisenlandesbank entwickelt haben bis zu den Exzellenz-Stipendien. Die Vizepräsidentin der WK Kärnten, Sylvia Gstättner, sieht es als Verpflichtung der Wirtschaft, die wissenschaftliche Exzellenz zu unterstützen. Das sei genauso wichtig, wie in der Breite über das Test und Ausbildungszentrum TAZ oder die Talenteakademie junge Menschen zu fördern. Der Initiator der Stipendienaktion, Otmar Petschnig, betonte die Einzigartigkeit des Programms, das schon ab dem Bachelor-Abschluss ansetze. Wichtig ist ihm außerdem der Kontakt der Stipendiaten in einem Alumni-Netzwerk.
Landeshauptmann Peter Kaiser will Kärntens Breite an Talenten, die großartige Forschung und Wissensvermittlung stärker nach außen tragen. Sehr wichtig ist ihm aber auch, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, die solche hohen Qualifikationen erfordern. Spannend auch die Projekte der übrigen drei Stipendiaten: der engagierte Volkswirt Matthias Mitterbacher aus Klagenfurt beschäftigt sich an der Uni in Oxford mit extrem schwierigen statistischen Modellen zur besseren Prognose der Entwicklung von Aktienkursen. Die St. Veiterin Julia Woitischek ist buchstäblich Feuer und Flamme für Vulkane. Sie kommt von der TU Graz und geht nach Cambridge, wo sie dem Phänomen der Entgasung bei Vulkanen wie dem Stromboli sowohl im Experiment als auch in der Feldarbeit nachspüren wird. Für Magdalena Rausch, die schon am Krebsforschungszentrum in Heidelberg arbeitet, nahmen die Eltern die Urkunde des Stipendiums in Empfang. Auch Manuel Petersmann, ein ehemaliger Stipendiat, kam zu Wort. Nachdem er die Sprachbarriere Französisch überwunden hatte, forschte der Materialwissenschaftler an der Ecole Nationale Superieure des Mines de Paris an Simulationen, die helfen sollen, etwa Legierungskonzepte für Stahl noch besser zu designen.

Kontakt

Gilbert Waldner

Öffentlichkeitsarbeit, Infrastruktur, Innovation, Industriellenvereinigung Kärnten

T  +43 463 56615 16
E   gilbert.waldner@iv.at


IV-IconPOSITIONEN

iv-exklusiv Bild