Blick nach vorne

Christoph Kulterer
„Die Ablehnung des Rückkaufs der Heta-Anleihe ist nicht der Weltuntergang, auch wenn eine große Chance vertan wurde, dieses leidige Kapitel abzuschließen“, meint IV-Kärnten-Präsident Christoph Kulterer in einer Aussendung. Jetzt gelte es, einen kühlen Kopf zu bewahren, Geduld zu haben und sich damit abzufinden, dass die Heta-Abwicklung das Land noch viele Jahre beschäftigen werde. „Egal, was bei dem Rechtsstreit um eine mögliche Insolvenz des Landes herauskommt, wichtig ist es jetzt, den Blick nach vorne zu richten und alles zu unternehmen, um den leistungsfähigsten Wirtschaftszweig, die Kärntner Industrie, weiter zu stärken“.

Entgegen der negativen Entwicklung in anderen Bereichen sei die Produktion („Herstellung von Waren“) der heimischen Betriebe in den letzten beiden Jahren allen Widerständen zum Trotz um jeweils rund 3 Prozent gewachsen. Das sei auch im Österreichvergleich absolute Spitze. Die letzten verfügbaren Exportdaten sprechen eine ähnliche Sprache. Der servoindustrielle Bereich (Industrie plus Dienstleistungen) stehe in Kärnten für 54 Prozent der Wertschöpfung und 45 Prozent der Beschäftigung und sei somit auch zukünftig der wichtigste Faktor für Arbeit und Wohlstand in diesem Land.

Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der öffentlichen Verwaltung habe die Landesregierung bisher entgegen ihren Ankündigungen kaum etwas bewegt. Das müsse sich jetzt ändern. Kärnten brauche ein neues Leitbild und eine auf Wertschöpfung und Beschäftigung ausgerichtete Industrie- und Technologiepolitik. Bürokratische Hürden müssen so gut es geht im gemeinsamen Interesse beseitigt werden.

        

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