Digitalisierung durchdringt Unternehmen

Eine hochkarätige Expertenrunde war sich bei den Digitalisierungsgesprächen von IV Kärnten und A1 am 10. Oktober bei Philips in Klagenfurt einig: Industrie 4.0 erfasse alle Unternehmensbereiche und beschäftige nicht mehr nur isolierte Teams, sondern sei Chefsache. Die Erwartungen sind sehr konkret. Laut PWC-Umfrage rechnen zwei Drittel der österreichischen Unternehmen mit Effizienzsteigerungen, wenn sie stärker digitalisieren, 48 Prozent mit Kostenreduktionen und 40 Prozent mit Umsatzsteigerungen.

BU: Moderator Helmut Poschinger, Günther Seyer (PWC), Thomas Latzer (Cisco), Hermann Erlach (Microsoft), Franz Dornig (IBM), Martin Fluch und Peter Rass (A1), Claudia Mischensky (IV)

Im Detail erfordert Digitalisierung massive Veränderungen im Unternehmen. Das betrifft etwa die Netzwerke, die noch viel zu stark händisch konfiguriert werden, anstatt sie per Software zu steuern. Cisco etwa kann allein aus der Analyse der Netzwerkaktivität und eventuellen Anomalien auf Hackerangriffe oder Datenlecks schließen. IBM hat sein System der künstlichen Intelligenz „Watson“ in einigen Bereichen schon sehr weit getrieben. Im Medizinbereich hilft Watson schon bei Diagnosen. Auch VW hat sich dafür entschieden. Vorteil: im Gegensatz etwa zu Google bleibt man Herr seiner Daten.

Digitale Geschäftsmodelle

Es gibt jedenfalls schon jede Menge erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle in allen Größen. Das Risiko bei der Übertragung auf die eigene Firma bleibt trotzdem hoch. Den für die Umsetzung richtigen Partner zu finden ist Vertrauenssache.
Dieter Jandl von addIT und Alexander Windbichler von Anexia sprachen das im Augenblick größte Problem der IT-Branche an: Der Arbeitsmarkt für Programmierer und Netzwerktechniker ist leergefegt. Potenzielle Kandidaten werden immer anspruchsvoller. Sie wollen nicht nur entsprechend bezahlt, sondern auch persönlich angesprochen und mit interessanten Projekten betraut werden, so der Grundtenor.
Die Datennetze selbst sind jedenfalls immer besser gerüstet. Allein in Kärnten hat der Marktführer A1 3.900 km Glasfasernetze verlegt und wird in den Jahren 2016/17 30 Mio. Euro investiert haben. Damit stehe Kärnten deutlich besser da als andere Bundesländer.

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Gilbert Waldner

Öffentlichkeitsarbeit, Infrastruktur, Innovation, Industriellenvereinigung Kärnten

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