Es muss etwas geschehen

IV-Kärnten-Präsident Christoph Kulterer beim Neujahrscocktail: Skandalbewältigung keine Ausrede für Reformstau im Land. Konzentration auf das Wesentliche und Effizienzsteigerung notwendig! „What can we do for our country?“ fragte Präsident Christoph Kulterer die rund 350 Mitglieder und Gäste der IV Kärnten am Donnerstag Abend am Villacher Standort der Fachhochschule Kärnten in seiner Neujahrsansprache. Er zitierte damit den US-Präsidenten John F. Kennedy und dessen Plädoyer gegen passive Staatsbürger: „Ask not what your country can do for you, ask, what you can do for your country“. Er forderte nicht „aufgesetzte Kampagnen“, um Dinge schön zu reden, er verlangte von jedem Einzelnen Leistung, Innovation und Glaubwürdigkeit. In seiner Beurteilung der Lage des Landes hob Kulterer dann „auf der Haben-Seite“ die Stärken des Landes hervor:

IV-Kärnten-Präsident Christoph Kulterer beim Neujahrscocktail: Skandalbewältigung keine Ausrede für Reformstau im Land. Konzentration auf das Wesentliche und Effizienzsteigerung notwendig!

„What can we do for our country?“ fragte Präsident Christoph Kulterer die rund 350 Mitglieder und Gäste der IV Kärnten am Donnerstag Abend am Villacher Standort der Fachhochschule Kärnten in seiner Neujahrsansprache. Er zitierte damit den US-Präsidenten John F. Kennedy und dessen Plädoyer gegen passive Staatsbürger: „Ask not what your country can do for you, ask, what you can do for your country“. Er forderte nicht „aufgesetzte Kampagnen“, um Dinge schön zu reden, er verlangte von jedem Einzelnen Leistung, Innovation und Glaubwürdigkeit.
In seiner Beurteilung der Lage des Landes hob Kulterer dann „auf der Haben-Seite“ die Stärken des Landes hervor:

  • Die starke und international erfolgreiche Industrie, die laut IHS in den ersten drei Quartalen ein Plus von 2,5 Prozent bei der Wertschöpfung erreichte und damit sogar über dem österreichischen Schnitt lag und deren Anteil an der Forschung in Kärnten sogar weit über den Bundestrend steht.
  • Die Bemühungen des Landes, den Innovationsstandort über die starke Achse mit der Steiermark weiter auszubauen, was vor Weihnachten etwa zum Regierungsbeschluss führte, sich an Joanneum Research zu beteiligen und das steirische Forschungsinstitut mit dem Schwerpunkt „Robotics“ in Klagenfurt anzusiedeln.
  • Die hohe Intensität von Unternehmensgründungen
  • Die hohe Maturantenquote

Schluss mit den Ausreden!
Auf der Soll-Seite ging dem IV-Kärnten-Präsidenten dann aber buchstäblich die Luft aus, so lang war die Liste der Themen im Reformstau: Kaufkraft, Arbeitslosigkeit, Landesverschuldung, Geburten- und Wanderungsbilanz, Überalterung, Überverwaltung etc. Skandale wie jener im Görtschitztal, die natürlich mit aller Gründlichkeit aber ohne Hysterie und vorschnelle Schuldzuweisungen aufgearbeitet werden müssten, dürften allerdings keine Ausrede sein, den Reformstau in allen anderen Bereichen zu vergessen, wurde Kulterer deutlich. Da müsse man sich auf das Wesentliche konzentrieren und überall die Effizienz steigern.
Als Beispiel nannte er das Gesundheitswesen. Er fragte sich, warum wir in Kärnten wie in Österreich dreimal so viele Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner brauchen, wenn das schwedische Gesundheitssystem keineswegs schlechter eingeschätzt werde als unseres. Dann sprach er die Krankenhäuser in Spittal und Wolfsberg an. Das eine komme bei etwa gleicher Patientenanzahl aber privat geführt mit 42 Mio. Euro Jahresbudget aus, das andere brauche öffentlich geführt 60 Mio. Euro. Die Differenz sei höher als die Gehaltserhöhung der Ärzte, die derzeit im Raum stehe. Außerdem sprach er die längst beschlossene aber noch immer nicht umgesetzte Konzentration der Fachhochschulstandorte in Kärnten an.
Vor diesem Hintergrund seien jedenfalls auch die so genannten Gegenfinanzierungen (Erbschafts- und Vermögenssteuer, ev. höhere Mehrwertsteuer) im Rahmen der geplanten Steuerreform zur Entlastung der Einkommen strikt abzulehnen. Kulterer forderte nicht nur auf Landes-, sondern auch auf Bundesebene mutige Reformschritte in Verwaltung, bei Pensionen, Gesundheit und Bildung.

BU (v.l.): Claudia Mischensky (GF IV Kärnten), Ferdinand Hochhauser (Bosch Mahle Turbo Systems), Sabine Herlitschka (Infineon), Christoph Kulterer (Präsident IV Kärnten), Elisabeth Prinz (Pneu Star), Martin Kropfitsch (Kärntner Mühle), Otmar Petschnig (Vizepräsident IV-Bund)


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