Kompetenzen sind Erfolgsfaktor

Aktuelle IV-Studie zeigt: Wer heute auf Kompetenzen setzt, bleibt morgen wettbewerbsfähig. 

Die neue IV-Studie „Kompetenzradar 2024 macht unmissverständlich klar: Der Fachkräftemangel ist längst keine Randerscheinung mehr, sondern eine ernstzunehmende Wachstumsbremse für Kärntens IndustrieFast 80 Prozent unserer Unternehmen sehen fehlende Kompetenzen als direktes Hemmnis für ihre Weiterentwicklung. Und wenn in zahlreichen Branchen das nötige Know-how fehlt, gerät die Innovationsfähigkeit des gesamten Standorts ernsthaft unter Druck.

Die Anforderungen an Fachkräfte verändern sich rasant. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Datenanalyse, Technik und Engineering sind keine Zukunftstrends mehr – sie sind Gegenwart. Und sie verlangen neben fachlicher Tiefe auch überfachliche Stärke: Teamarbeit, Lernbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit. Wer sich diesen Anforderungen nicht stellt, wird abgehängt.

Zwar ist der akute Bedarf an Arbeitskräften aufgrund der aktuellen Konjunkturschwäche vorübergehend etwas geringer, doch das verschafft nur scheinbar Entlastung. Der strukturelle Fachkräftemangel bleibt bestehen, und mit einer wirtschaftlichen Erholung wird der Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rasch wieder steigen. Wer heute nicht vorsorgt, wird morgen das Nachsehen haben. Kompetenzentwicklung darf daher nicht von kurzfristigen Konjunkturzyklen abhängig gemacht werden – sie ist ein dauerhafter Erfolgsfaktor.

Fachkräfte sind keine Ressource, die man einfach beschafft – sie müssen ausgebildet, gefördert und im Unternehmen gehalten werden. Der Wille zur Veränderung ist, wie unsere Studie zeigt, da, auf Seiten der Betriebe ebenso wie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aber er braucht die richtigen Rahmenbedingungen: moderne Bildungsinhalte, lebenslanges Lernen, praxisnahe Ausbildungsformate und vor allem auch echte Partnerschaften zwischen Wirtschaft, Bildung und Politik. Die Industrie hat verstanden, dass Kompetenzentwicklung kein „Nice-to-have“ ist – sie ist zur zentralen strategischen Aufgabe geworden.