Für die Fachkräfte von morgen: „Sumsi forscht mit“ bringt MINT in Kärntens Kindergärten

Klagenfurt, 26. Mai 2026 – Wer die Fachkräfte von morgen will, muss heute im Kindergarten beginnen. Mit der Initiative „Sumsi forscht mit“ setzen die Raiffeisen Landesbank Kärnten und die Junge Industrie Kärnten genau hier an. Vor Kurzem wurden erneut Forscherboxen übergeben. Dieses Mal an den städtischen Kindergarten im Technologiepark in Villach. Damit wird ein Erfolgsprojekt fortgeführt, das seit 2016 kontinuierlich wächst.
Mehr als 50 Kindergärten in Kärnten arbeiten mit den speziell entwickelten Forscherboxen. Sie ermöglichen Kindern, Naturwissenschaft und Technik spielerisch zu entdecken. Mikroskope, Experimentiermaterialien und kindgerechte Versuche schaffen einen ersten Zugang zu diesen Themen. Ziel ist es, Neugier zu wecken und Berührungsängste früh abzubauen. Die Botschaft dahinter ist klar: MINT beginnt nicht erst in der Schule. Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften entsteht früh und genau hier setzt das Projekt an.
Jährlich profitieren rund 2.500 Kinder von diesem Ansatz. Besonders wichtig ist dabei auch, Mädchen stärker für MINT-Themen zu gewinnen. Noch immer sind technische und naturwissenschaftliche Berufe stark männlich geprägt, Initiativen wie „Sumsi forscht mit“ setzen hier bewusst früh an und schaffen neue Zugänge.
Was das Projekt besonders macht: Es geht nicht nur um Ausstattung, sondern um nachhaltige Verankerung. Pädagoginnen und Pädagogen werden gezielt geschult, um die Inhalte dauerhaft und sinnvoll in den Kindergartenalltag zu integrieren. Rund 300 Pädagoginnen und Pädagogen haben diese Ausbildung bereits absolviert und bringen das erworbene Wissen in die Einrichtungen ein. So entsteht Schritt für Schritt ein Netzwerk an MINT-affinen Bildungseinrichtungen in ganz Kärnten. Ein Ansatz, der nicht nur kurzfristig wirkt, sondern langfristig das Bildungssystem prägt.
Für den Standort Kärnten ist das mehr als ein Bildungsprojekt. Es ist eine Investition in die Zukunft. Denn der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen ist hoch und wird weiter steigen.
Manfred Wilhelmer, Vorstandssprecher der Raiffeisen Landesbank Kärnten, betont: „Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, muss bei den Jüngsten beginnen. Mit ‚Sumsi forscht mit‘ schaffen wir früh den Zugang zu Themen, die später entscheidend sind. Uns geht es dabei nicht um kurzfristige
Effekte, sondern um eine nachhaltige Entwicklung – für die Kinder, für ihre Bildungswege und für den Standort Kärnten insgesamt. Und besonders wichtig ist uns, dass wir auf diesem Weg gerade Mädchen ermutigen, sich für technische und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern.“
Dass das Projekt wirkt, zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre. „Sumsi forscht mit“ hat sich zu einem landesweit beachteten Modell entwickelt. Der praxisnahe Ansatz, eine Kombination aus Schulung und maßgeschneiderter Ausstattung, sorgt dafür, dass MINT-Bildung im Kindergarten nicht punktuell bleibt, sondern dauerhaft verankert wird.
„Als Junge Industrie schätzen wir überdies die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit der Stadt Villach sehr. Besonders hervorheben möchten wir die Unterstützung der MINT-Schulungen sowie die stets unkomplizierte und konstruktive Abstimmung mit der zuständigen Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig“, betont Wolfgang Pucher, Geschäftsführer der Jungen Industrie Kärnten.
Gleichzeitig zeigt die Initiative, wie eine erfolgreiche Kooperation zwischen Wirtschaft und Bildung funktionieren kann. Mit gezielten Maßnahmen und engagierten Partnern entsteht dort Wirkung, wo sie langfristig gebraucht wird – bei den Kindern.

