Steigende Netztarife sind fatales Signal für den Industriestandort

IV-Kärnten-Präsident Timo Springer fordert gemeinsame Kraftanstrengung und rasche Lösungen zur Entlastung der Kärntner Industrie.
Mit völligem Unverständnis reagiert die Industriellenvereinigung Kärnten auf die angekündigte Erhöhung der Netztarife für 2027. Für die Industrie, die bereits unter enormem internationalen Wettbewerbs- und Kostendruck steht, bedeuten die massiven Steigerungen eine zusätzliche, nicht akzeptable Belastung. „Die geplanten Erhöhungen sind ein fatales Signal für den Industriestandort Kärnten. Unsere Unternehmen kämpfen bereits heute mit hohen Energie-, Lohn- und Standortkosten. Weitere Belastungen in dieser Größenordnung gefährden unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, warnt IV-Kärnten-Präsident Timo Springer.
Höhe der Steigerungen nicht nachvollziehbar
Besonders kritisch sieht die IV Kärnten die Höhe der vorgesehenen Steigerungen im Bundesländervergleich. Schließlich werde auch in anderen Bundesländern massiv in den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze investiert. „Warum ausgerechnet Kärnten mit derart hohen Steigerungen konfrontiert sein soll, ist für uns nicht nachvollziehbar. Natürlich brauchen wir leistungsfähige Netze. Entscheidend ist aber eine faire Kostenverteilung und dass die Belastungen für unsere Unternehmen im internationalen Wettbewerb tragbar bleiben“, so Springer.
„Wir brauchen jetzt Lösungen, nicht weitere Analysen“
Die IV Kärnten fordert daher eine gemeinsame Kraftanstrengung aller maßgeblichen Beteiligten, um die Belastung für die Industrie rasch und spürbar zu reduzieren. „Wir brauchen jetzt keine weiteren Analysen und Problembeschreibungen, sondern Lösungen. Alle Beteiligten müssen sich an einen Tisch setzen und sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, um eine standortverträgliche österreichweite Lösung mit einer akkordierten Netzplanung und einer Vereinheitlichung der Tarife zu erreichen. Entscheidend ist, dass die Entlastung rasch bei den betroffenen Betrieben ankommt“, fordert Springer.
Gerade jetzt dürften erste zarte Signale einer konjunkturellen Erholung und erfreuliche Investitionsentscheidungen für Kärnten nicht durch zusätzliche Kostensteigerungen gefährdet werden. „Wenn Unternehmen wieder Vertrauen in den Standort setzen und investieren, dürfen wir diese Entwicklung nicht durch neue Belastungen konterkarieren. Wir müssen alles daransetzen, Kärnten als wettbewerbsfähigen Industriestandort zu sichern“, betont Springer abschließend.

