University meets Industry: Talents for Carinthia – Erfolgreiche Fortsetzung einer klugen Kooperation

Die gemeinsame Initiative der Fakultät für Technische Wissenschaften (TEWI) und der Industriellenvereinigung Kärnten (IV) hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu vertiefen und neue Brücken zwischen Studierenden, Forschenden und der Kärntner Industrie zu schlagen. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Vertreterinnen und Vertreter von knapp 20 Kärntner Industrieunternehmen sowie zahlreiche Studierende und Lehrende technischer Studienrichtungen nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsfelder zu gewinnen. 

„Um den Fachkräftemangel in der Kärntner Industrie zu bewältigen, ist es entscheidend, Absolventinnen und Absolventen nach ihrem Studium in Kärnten zu halten“, betonte Clemens Heuberger, Dekan der Fakultät für Technische Wissenschaften. „Eine enge Zusammenarbeit schon während des Studiums, etwa durch Masterarbeiten, Praxissemester oder gemeinsame Forschungsprojekte ist dafür ein entscheidender Schlüssel.“ 

Kluge Kooperationen als Zukunftsmodell

„Wir arbeiten hier in Kärnten daran, ein starkes Ökosystem für Innovation zu schaffen. Alle Zutaten für einen lebendigen Informations- und Ideen-Hub sind vorhanden. Jetzt liegt es an uns, das Beste daraus zu machen. Innovation in Kärnten wird dann besonders erfolgreich sein, wenn wir weiterhin solche Veranstaltungen organisieren, die alle relevanten Akteure zusammenbringen. Das ist ein wertvolles Investment in unsere gemeinsame Zukunft“, erklärte Rektorin Ada Pellert, die die Veranstaltung eröffnete. Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der IV Kärnten, präsentierte zu Beginn die Bedeutung der Industrie für die Region Kärnten und gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Mitgliedsbetriebe. Anschließend stellte Dekan Heuberger die Fakultät, ihre Forschungsschwerpunkte und Studienprogramme vor.

Forschungshighlights und innovative Projekte

Ein besonderes Highlight des Programms war die Vorstellung der Beteiligung der Universität Klagenfurt, Institut für AI und Cybersecurity, am FWF-Excellence-Cluster „Bilateral AI“. Gerhard Friedrich, Vorstandsmitglied des Clusters, präsentierte das ambitionierte Vorhaben, die nächste Stufe Künstlicher Intelligenz, eine sogenannte „broad AI“ zu entwickeln, eine Verbindung aus symbolischer und sub-symbolischer KI. Die Universität Klagenfurt mischt hier kräftig mit. 

 

Im Fokus standen außerdem vier kooperative Forschungsprojekte zwischen der Fakultät und Unternehmen:

Das FFG-Projekt DORBINE, das in Zusammenarbeit mit AIR6 Systems durchgeführt wird, möchte mit KI-gesteuerten Drohnenschwärmen die Inspektion von Windkraftanlagen revolutionieren und so Wartungsprozesse automatisieren, Ausfallzeiten reduzieren und die Effizienz der Energiegewinnung steigern. TOMAiTO, eine Kooperation mit Frutura und Avemoy, entwickelt intelligente Drohnen- und Sensorsysteme für die Automatisierung von Glashäusern, um die Lebensmittelproduktion nachhaltiger, ressourcenschonender und effizienter zu gestalten. Darüber hinaus wurden zwei studentische Arbeiten vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen entstanden sind: In Kooperation mit dem spanischen Unternehmen Alias Robotics wurde ein agentenbasiertes KI-Framework zur automatisierten Sicherheitsanalyse von Robotersystemen entwickelt. Gemeinsam mit KAI wurden Optimierungsansätze für komplexe Planungsprozesse in der Halbleiterproduktion erforscht - ein Beispiel für die enge Verknüpfung von akademischer Ausbildung und industrieller Forschung.

Auszeichnung besonderer Leistungen

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Verleihung der Preise der Fakultät und des Fördervereins der Technischen Fakultät für das akademische Jahr 2024/2025. Ausgezeichnet wurden die Best Performer Awards 2024/2025, die gemeinsam von der Fakultät für Technische Wissenschaften und dem Förderverein für herausragende Studienleistungen in den sieben ingenieurwissenschaftlichen und zwei lehramtsbezogenen Studiengängen vergeben werden. Ebenso wurde der Roland Mittermeir Preis 2024 des Fördervereins für die beste Masterarbeit verliehen sowie erstmals der Dissertationspreis 2024/2025 der Fakultät für Technische Wissenschaften für die beste Doktorarbeit. Damit wurde Exzellenz in Lehre und Forschung in einem würdigen Rahmen sichtbar gemacht und die Verbindung zwischen Universität und Industrie weiter gestärkt.

Netzwerken für die Zukunft Kärntens

Moderiert von den Initiatoren Wolfgang Pucher (IV Kärnten) und Clemens Heuberger (Uni Klagenfurt) bot die Veranstaltung nicht nur fachlichen Input, sondern vor allem Raum für persönliche Begegnungen. Beim abschließenden Networking standen Unternehmensvertreter für individuelle Gespräche bereit – über Kooperationen, Praktika, Projektarbeiten und Karrierechancen.